Stuttgart bringt nur einen Punkt mit – dafür zwei verletzte Spieler

Der VfB holt einen Punkt am Millerntor

Stuttgart erlebte in Hamburg ein Spiel, was von Beginn an nicht so lief wie zunächst geplant. Pellegrino Matarazzo musste nach gut fünf Minuten bereits seine Hintermannschaft neu formieren. Marc Oliver Kempf prallte im Kopfballduell mit dem Gesicht gegen die Schulter seines Gegenspielers. Er musste noch während des Spiels mit Verdacht auf Kieferbruch ins Krankenhaus. Diese Diagnose wurde nach dem Spiel bestätigt, er wird den Schwaben rund sechs Wochen fehlen. Das Spiel lief derweil mit Pascal Stenzel auf Kempfs Position weiter. Stuttgart hatte wie beinahe in jedem Spiel die optische Überlegenheit, die Gastgeber standen tief und waren auf Konter aus. Beim VfB war zu wenig Bewegung im Spiel, es erinnerte ein wenig an die Hinrunde, viel Ballbesitz, wenig Ertrag. Erst in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte Philipp Klement per Kopf die Chance zur Führung, Mario Gomez konnte die Nachschusschance nicht verwerten.

Gomez rettet noch einen Punkt

Nach dem Seitenwechsel kam Nicolas Gonzalez für Borna Sosa, der sich eine Fraktur der Mittelhand zuzog. Wie lange seine Ausfallzeit sein wird, ist noch nicht klar. Mehr Offensive, mehr Tempo versprach sich der Trainer mit dem zweiten Zwangstausch, am Samstagnachmittag. Doch auch der Argentinier tat sich schwer. Bei der Führung des FC St. Pauli ketteten sich mehrer Fehler aneinander. Nach Ballgewinn brachten die Stuttgarter den Ball nicht vom Strafraum, Pauli kombinierte sich gut durch die Abwehr und Stuttgart lief in der Folge dem Rückstand hinterher. Silas Wamangituka war die letzte Option von Matarazzo und zugleich der erste Wechsel, den Stuttgart planmäßig tätigen konnte. Er war am Ende der Schlüssel zu zumindest einem Punkt. Wamangituka nutzte seine Schnelligkeit, passte in die Mitte, wo Mario Gomez den Ball nur noch einschieben musste. Ob der Ausgleich am Ende verdient war, zweitrangig. Fakt ist, der VfB muss in den kommenden Wochen mehr Risiko gehen, mehr Tempo im Angriffsspiel entwickeln, denn wie auch in der Hinrunde, werden die Teams den Schwaben auch in der Rückrunde nicht mehr Räume bieten. Es bleibt also noch genug Arbeit für den Trainer und die Mannschaft. Die erste Herausforderung wird es sein, die Abwehr nach dem Ausfällen von Kempf und Sosa erneut zu verändern.