Klinsi holt Santi – Argentinier wechselt zur Hertha

Santiago Ascacibar verlässt den VfB

Beim VfB wandern die Argentinier ab. Erst verabschiedete sich Emiliano Insua, nun geht Santiago Ascacibar. Was bereits durch die Medien geisterte wurde nun von seiten des Vereins bestätigt. Die Reaktionen der VfB-Fans sind allerdings ein wenig unterschiedlich. Während bei Insua weniger die sportlichen Gründe im Vordergrund stehen, sondern eher die menschlichen und charakterlichen, warum die Fans über seinen Weggang traurig sind, sind es bei Santi eher die Leistungen auf dem Rasen. Viele VfB-Anhänger wundern sich, warum man den Kämpfer, der immer läuft und alles auf dem Platz gibt, eigentlich ohne Not ziehen lässt. Unter Tim Walter spielte der 22-Jährige zu Beginn keine gute Rolle, da er auf der ihm ungewohnten Position spielten musste. Kurz vor Transferschluss im Sommer, forcierte Ascacibar einen Wechsel und bekam Probleme mit der sportlichen Führung des VfB, weil er dies wohl zudem unsachlich gefordert hatte. Alles Schnee von gestern. Nach einem wie Sven Mislintat sagte, sehr guten Gespräch, waren die Missverständnisse ausgeräumt. Ascacibar wurde in den folgenden Spielen auf „seiner neuen“ Position immer stärker und konnte dem 3:1 Sieg gegen Dresden sein erstes Tor erzielen. Nachdem Berlin-Coach Jürgen Klinsmann ihn als seinen Wunschspieler deklariert hatte, einigten sich die Hertha und der VfB auf einen Wechsel. Laut Medien wird Stuttgart rund 10 Mio. Euro bekommen. Was der neue VfB-Trainer mit dem Argentinier vor gehabt hätte, ist nun hinfällig.

Sven Mislintat begründet den Wechsel so: „Nachdem es schon im Sommer mehrere konkrete Anfragen gab, haben wir damit gerechnet, dass es auch in der aktuellen Transferperiode Kaufinteressenten für Santi geben wird. Santi hat immer mit vollem Einsatz und mit großer Leidenschaft das VfB Trikot getragen, auch in Phasen, in denen seine persönliche Situation nicht einfach war. Wir hatten zu Saisonbeginn mit ihm vereinbart, dass wir bei einem entsprechenden Angebot nach der Vorrunde gesprächsbereit sein werden. Nachdem Hertha BSC ein solches Angebot abgegeben hat und Santi signalisiert hat, dass er nach Berlin wechseln möchte, haben wir eine für alle Beteiligten gute Lösung gefunden. Wir danken Santi für die gemeinsame Zeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“