Welcher Jugendspieler rückt zu den Profis auf? Was das Pokalfinale verrät

Nicht alle erfolgreichen Juniorenspieler standen auf dem Platz

Nach dem Gewinn des Verbandspokals am Freitagabend in Ebersbach an der Fils, holte Trainer Daniel Teufel alle seine Spieler nochmal in den Kreis. „So wie wir hier jetzt stehen, werden wir nie wieder zusammenspielen“ sagte er zu seinen Jungs und wollte die Erinnerung an eine äußert erfolgreiche Saison der U19 noch einmal für den letzten Augenblick konservieren, davor die Spieler den Pokal überreicht bekommen und nach der Rückfahrt in den verdienten Urlaub gehen. Viele standen mit Trikot im Kreis, weil sie wenige Minuten zuvor mit 4:2 gegen Ulm den zweiten Pokalsieg der Saison eingefahren hatten. Ein paar wenige hatten schwarze VfB-Poloshirts und keine Kickstiefel an. Sie waren vor Ort, kamen aber nicht zum Einsatz und das obwohl es wichtige Säulen der Mannschaft sind. Diese Spieler befanden sich wenn man so will bereits im Urlaub. Die Saisonvorbereitung bei den Profis beginnt in knapp zwei Wochen. Schonung nach einer langen Saison war angesagt. Der Plan beim VfB sieht vor, wieder mehr auf die Jugend zu setzen. Die U19 war so erfolgreich wie die letzten Jahre nicht mehr, der VfB spielt in der neuen Saison in Liga zwei. In Bezug auf den Abstieg mag es ein wenig seltsam klingen, aber die Voraussetzungen, um die Jugend zu integrieren, könnten nicht besser sein. Stellt sich nun die Frage, welcher Jugendspieler bekommt die Chance, sich in der Vorbereitung für höhere Aufgaben zu empfehlen?

Lilian Egloff hat gespielt, Leon Dajaku nicht

Nimmt man Startelf und den Kader des Finalspiels um den wfv-Verbandspokal als Maßstab, dürfte es für den 16-jährigen Shootingstar noch nicht reichen. Lilian Egloff kam zum Einsatz und wurde nicht geschont. Sollte er nicht die komplette Vorbereitung mitmachen, so wird er sicher das ein oder andere Mal bei den Profis mittrainieren. Keine Überraschung dürfte Leon Dajaku in dem Zusammenhang sein. Er hatte bereits unter Markus Weinzierl seinen ersten Einsatz in der Bundesliga und wird wohl auch für die kommende Saison eine Rolle spielen. Seine Tore verhalfen zur erfolgreichen Saison. Der andere Debütant Antonis Aidonis war in Ebersbach gar nicht dabei, genau wie Umut Günes. Die weiteren Zuschauer beim Verbandspokalfinale waren die Spieler Luca Mack, Per Lockl und Alexander Kopf. Luca Mack, der Kapitän der U19 strahlt die nötige Ruhe am Ball aus, tritt auch mal auf den Ball und beruhigt das Spiel seiner Mannschaft von hinten heraus. Per Lockl, eine Reihe weiter vorn, als Sechser vor der Abwehr, kann ähnliches attestiert werden. Er hat zudem den Blick, um das Spiel mit seinem guten Pass schnell nach vorne zu entwickeln, er kann auch in der Zentrale weiter vorn eingesetzt werden. Ausgerechnet diesen beiden Spielern unterlief im Finale der Meisterschaft gegen Dortmund der Fehler, der zur Roten Karte führte und damit zur Wende im Spiel. Lockl verlor den Ball vor dem eigenen Tor und Mack zog die Notbremse. Dieser Fehler sollte die Saison der Beiden allerdings nicht schmälern. Der vielleicht am unauffälligsten spielende Alexander Kopf wäre in der Saisonvorbereitung der Profis für die Experten der Szene sicher keine Überraschung. Seine Stärken sind als Innen- oder Linksverteidiger das Eins gegen Eins in der Vorwärtsbewegung aus der Defensive heraus. Er überläuft seine Gegenspieler und setzt seine Mitspieler mit öffnenden Bällen ein. Sollten diese Spieler ab dem 19. Juni in die Saisonvorbereitung des Profikaders einsteigen, würde die Defensive der Schwaben einiges an Zuwachs bekommen, die eine oder andere zusätzliche Überraschung soll dabei nicht ausgeschlossen sein.