VfB-Präsident Vogt liebt die Spielweise der Schwaben und weiß warum sie so erfolgreich ist

Claus Vogt ist froh über die Planungssicherheit

Als Aufsteiger der letzten Saison hatte der VfB über die aktuelle Spielzeit hinweg zu keinem Zeitpunkt Berührungspunkte mit den letzten drei Tabellenplätzen. Das gesicherte Mittelfeld hatte Stuttgart als seine Tabellenregion für sich ausgemacht. Mit Interview mit spox und Goal sprach VfB-Präsident Claus Vogt nun davon, dass es für den Verein wichtig sei, frühzeitig Planungssicherheit zu haben. Auch für die Entwicklung der Mannschaft, vor allem für Spieler, die nicht so oft zum Einsatz kamen, sind die letzten Spiele eine Chance sich zu zeigen. „Es macht uns stolz und tut uns gut, dass wir in so einer sicheren Situation sind – wir kennen das ja aus der Vergangenheit auch ganz anders.“ Vogt geht noch einen Schritt weiter, in dem er der Mannschaft ein Lob ausspricht, wie es auch ein Fan nicht besser sagen könnte: „Ich bin in die Art und Weise verliebt, wie die Jungs Fußball spielen. Wir haben eine Mannschaft, die schönen und attraktiven Fußball spielt – es macht richtig Spaß, ihr jeden Spieltag zuzuschauen, selbst wenn es wie zuletzt mal ein paar Niederlagen zu verkraften gibt. Die Mannschaft war so erfolgreich, dass wir in der letzten Saisonphase in einer komfortablen Situation sind.“

Das sportliche Dreigestirn als Macher

Warum die Mannschaft so gut dasteht, macht Claus Vogt vor allem an drei Personen fest: „Der Erfolg ist das Ergebnis der guten Arbeit unserer sportlichen Führung. Sven Mislintat hat es geschafft hat, einen richtig spannenden Kader zusammenzustellen. Pellegrino Matarazzo hat diesen Kader zu einer Mannschaft geformt, die eine echte Einheit ist. Das spürt man. Er passt als Trainer nicht nur fachlich, sondern auch menschlich einfach top zu uns. Und Thomas Hitzlsperger macht es sehr gut, indem er den beiden den Rücken stärkt und ihnen im gesteckten Rahmen den Freiraum zur Entfaltung gibt. Alles zusammen macht am Ende den Erfolg aus.“

Verlängerung mit Hitzlsperger geplant

Dass er auch Thomas Hitzlsperger nach der kurzen, aber durchaus heftigen Schlammschlacht ausdrücklich lobt, überrascht womöglich ein wenig, doch er Vogt sagt deutlich: Wir haben beide das gleiche Interesse: Im Sinne des VfB bestmöglich unsere Arbeit zu machen. Ja, es gab Verwerfungen, aber unser Verhältnis ist trotz allem besser, als viele vielleicht denken. Wir freuen uns gemeinsam über Tore und Siege, wir trinken auch ein Siegerbier zusammen. Vielleicht ist es bei Thomas und mir wie in einer guten Ehe. Vielleicht tut es uns und dem VfB sogar gut, dass wir durch so eine Krisenzeit gegangen sind und wir gehen gestärkt daraus hervor.“ Der Vertrag des Vorstandsvorsitzenden der VfB AG endet 2022, Claus Vogt will den Kontrakt allerdings verlängern, sobald es möglich ist. „Wir sprechen mit niemand anderem. Das Problem ist, dass wir in einer AG erst ein Jahr vor Ende des laufenden Vertrags verlängern können. Das ist im Herbst. Vorher können wir es nicht schriftlich fixieren. Sobald das aber möglich ist, wollen wir das auch tun. Wir wollen, dass Thomas langfristig beim VfB bleibt.“