Stuttgart gewinnt das Derby und entdeckt einen Neuzugang

Am Ende war es ein souveränes 3:0

Es war das Spiel der Spiele, für jeden VfB- und KSC-Fan. Die Sicherheitsvorkehrungen waren so hoch wie nie in der Saison. Es war Derbyzeit in Stuttgart. Ein paar Fans des Gegners wurden bereits am Bahnhof zurückgeschickt, ansonsten blieb das große Chaos weitestgehend aus. Das Spiel stand im Vordergrund und das war auch richtig so. In der ersten Halbzeit waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Nicolas Gonzalez traf mit einem Seitfallzieher nur das Außennetz, der VfB war bereits zu dem Zeitpunkt das bessere Team. Die zwingenden Aktionen fehlten noch. Die folgten in Halbzeit zwei. Einen Schreckmoment musste Stuttgart zu Beginn des zweiten Durchgangs überstehen. Ein Fehlpass von Kapitän Kempf brachte Kobel in Bedrängnis, der erste Schuss ging an den Pfosten, den Nachschuss fischte sich Kobel. Nachdem sich die Schwaben kurz schütteln mussten, waren sie erneut besser im Spiel als der KSC.

Tim Walter sollte Recht behalten

Nach einer Stunde brach Philipp Förster den Bann, eine Billardtor zwischen eigenem Mann und abgefälschtem Schuss brachte den VfB auf die Siegesstrasse. Stuttgart machte nach der Führung weiter, kam nach einer gelungenen Kombination durch Orel Mangala zum zweiten und in der Nachspielzeit zum dritten Tor durch den eingewechselten Hamadi Al Ghaddioui. Das Derby war zugunsten der Stuttgarter entschieden und Tim Walter sollte Recht behalten. „Wir werden die Tore schießen und keins bekommen“ waren seine Worte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel. Einer der daran einen großen Anteil hatte, war Wataru Endo. Der japanische Neuzugang vom belgischen St. Truiden war die Entdeckung des Spiels. Nach seinem ersten Kurzeinsatz gegen Dresden, stand er ein wenig überraschend in der Startelf und machte ein Bombenspiel. Bereits jetzt kann man sagen, dass er von den Besuchern von VfB-exklusiv mit großem Vorsprung zum Spieler des Spiels gewählt werden wird. Sein Auftreten auf der Secherposition war souverän. Er räumte alles ab, kontrollierte die Bälle und spielte saubere Pässe. Das hatte man beim VfB auf der Position beim VfB in dieser Saison noch selten gesehen. Es war Sportdirektor Sven Mislintat, der den japanischen Nationalspieler unbedingt beim VfB sehen wollte, nun hat Endo gezeigt warum. Wehrmutstropfen des Derbysieges war die Rote Karte von Marc Oliver Kempf, er stiegt zu heftig mit beiden Beinen voraus ein und flog zurecht vom Platz.