Der Zeitpunkt wäre günstig

Der VfB ist seit Ende September auswärts sieglos

Zuhause sind die Schwaben eine Macht, das sagten nicht nur Atakan Karazor und Daniel Didavi nach dem 3:0 gegen Erzgebirge Aue, das „Wohnzimmer“ Mercedes-Benz Arena ist der Punktelieferant für die Schwaben. Die Heimtabelle führt den VfB ganz oben, neun Siege stehen zwei Niederlagen gegenüber, die Punkte geteilt hat der VfB mit seinem Gast in dieser Saison vor heimischem Publikum noch nicht. Ausgerechnet die beiden vermeintlich leichten Gegner Wiesbaden und Kiel entführten innerhalb weniger Tage jeweils alle drei Punkte aus dem VfB-Stadion. Danach folgten nur noch Siege. Fünfmal schoss der VfB drei Tore und ging als Gewinner zu den Fans in die Cannstatter Kurve. Doch die Heimspiele sind in der Liga bekanntlich nur die halbe Wahrheit. Auf fremden Plätzen tut sich Stuttgart schwer. Hier zeigt die Bilanz das umgekehrte Bild.

Punkte sammeln gegen die Auswärtsschwäche

Gerade einmal zwei Siege hat der VfB auswärts auf dem Konto. In Regensburg gelang ein 3:2 Erfolg und im darauffolgenden Auswärtsspiel in Bielefeld konnte Hamadi Al Ghaddioui in der Nachspielzeit das entscheidende 1:0 erzielen. Zu den sechs Punkten kommen noch fünf Punkte über Remis hinzu, so dass Stuttgart in der Auswärtstabelle gerade einmal auf Platz elf steht. Am kommenden 22. Spieltag können sich die Schwaben ihre Konkurrenz erst einmal vom Sofa aus anschauen. Bielefeld und Hamburg müssen am Samstag ebenfalls in der Fremde ran. Bielefeld muss in Fürth antreten, Hamburg bekommt es mit Hannover zu tun. Der Unterschied zum VfB. Die Arminia holt ihre Punkte lieber auswärts, sind souverän Tabellenführer der Auswärtstabelle und auch der HSV ist zumindest auf Platz vier. Ganz unabhängig, wie die beiden Teams am Wochenende auftreten, würde es den Schwaben am Montagabend gut tun, in Bochum auch auswärts die ersten drei Punkte seit Ende September einzufahren. Der Zeitpunkt könnte für dieses Vorhaben nicht besser sein.