Bauchgefühl sagt Speed – Überrascht Matarazzo in der Offensive?

Der VfB steht nach der Länderspielpause vor dem Spiel in Dortmund

Die Ergebnisse in den letzten Wochen haben nicht gestimmt, das lag vor allem an der mangelnden Durchschlagskraft in der Offensive. Der VfB konnte sich kaum Chancen erspielen und wenn fehlte es im letzten Drittel an der Genauigkeit und an der Geschwindkeit, um vor dem Tor für Gefahr zu sorgen. Die Rückkehrer von den Länderspielen haben in den letzten Trainingseinheiten für eine gute, lockere und fröhliche Stimmung mit der gewissen Anspannung gesorgt. Vor allem Borna Sosa feierte mit Kroatien die Qualifikation zur WM 2022. Er bereitete das entscheidende Tor vor. Ob er erneut über die rechte Seite spielen wird, will der Trainer auch ein wenig abhängig machen, von den Alternativen die ihm zur Verfügung stehen. Für Pellegrino Matarazzo war in der Länderspielpause wichtig zu sehen, dass man weiter an der Form arbeitet, die Ärmel noch weiter hochkrämpelt und dass die Spieler bereit sind, Fehler, die es noch immer gab, von den anderen Spielern auszubügeln. Das bringt Sicherheit, auch mal einen Fehler machen zu dürfen und steigert das Selbstvertrauen. Der VfB möchte sich möglichst immer auf seine eigenen Stärken fokussieren, doch was das Personal angeht, geht es auch darum, welche Stärken man gegen welchen Gegner braucht. „Es ist immer eine Frage des Profils, wenn ich das Gefühl habe, dass wir Tiefgang brauchen, ob nach Ballgewinn oder Angriffspressing gut zu agieren, ist es sicherlich sinnvoll ein Spieler mit einem gewissen Tempo vorne spielen zu lassen. Wenn wir Dortmund in die eigene Hälfte drücken, braucht man eher ein Profil wie Hamadi, der ein gutes Kopfballspiel hat, der die Box gut besetzt. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es eher das erste Gesicht sein wird, dass wir ein bißchen Speed vorne brauchen.“ Bei Omar Marmoush sieht es insgesamt gut aus, ein kleines Fragezeichen gibt es noch beim Schuss, der ihm noch ein wenig Probleme bereitet. Nicht umsonst ließ VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo zwei Youngster über die letzten zwei Wochen mittrainieren. Sie werden auch das Abschlusstraining absolvieren und sind damit eine Option für den Dortmund-Kader. Die Rede ist von Alou Kuol und Alexis Tibidi, die nicht nur im Test gegen Zürich, sondern auch im Training einen guten Eindruck hinterlassen haben. Eine Überraschung in der Offensive wäre also durchaus möglich. Matarazzo spricht die Zielstrebigkeit und die Präsenz im Spiel und im Training an. Kuol stand gegen Zürich nur 30 Minuten auf dem Rasen, hatte vier Torschüsse, dabei gelang ihm mit dem Schlusspfiff der Siegtreffer. Für Silas Katompa Mvumpa und Chris Führich kommt das Auswärtsspiel in Dortmund noch zu früh.