Zwanzig Prozent und mehr sind wohl üblich in der Branche

Wann werden die VfB-Profis eine konkrete Zahl nennen?

In Zeiten, wo Manche wenig haben und Andere wiederum viel, wird oft von einer Umverteilung gesprochen. Gerade im Fussball waren und sind die Gehälter der Profis teils sehr stattlich. Die Vereine müssen in der Zeit, in der die Liga pausiert auf große Einnahmen verzichten. Spieler, Team und Angestellte werden in der Regel weiterhin bezahlt. Der Posten für die Lizenzspielermannschaft ist dabei der höchste. Schwaben gelten bekanntlich als sparsam, wenn nicht teils sogar schon als geizig, doch in schweren Zeiten hielten sie stets zusammen und zeigten Solidarität. So ging Thomas Hitzlsperger bereits vor wenigen Tagen voran und kündigte an, dass er der Mannschaft einen Plan vorlegen möchte, wie sie dem Verein finanziell helfen kann. Er selbst würde dabei der erste sein, der auf Teile seine Salärs verzichten wolle. Konkrete Zahlen wurden dabei nicht genannt. Der letzte Stand war eine Andeutung des Vorstandsvorsitzenden, dass die Mannschaft bereit sei auf Gehalt zu verzichten. „Die Spieler sollen verstehen, wie sich die Lage darstellt. Sie haben dabei sehr schnell begriffen, was los ist.“ Der VfB hat rund 300 Angestellte. Hitzlsperger sagte, dass nicht nur die Öffentlichkeit darauf schaut, wie die Mannschaft reagieren würde, sondern auch eben diese Angestellten, bei denen es um keine Millionensummen geht, sondern um branchenübliche Gehälter von Büroangestellten.

Bundesligisten gehen mit ihren Zahlen teils an die Öffentlichkeit

Gladbach war in der Bundesliga eines der ersten Teams, die angekündigt hatten, Gehaltsverzicht üben zu wollen, auch bei Bremen, Leverkusen und anderen Vereinen, war dies in den letzten Tagen Thema, ohne genaue Zahlen zu nennen. Der Rekordmeister aus München wird konkret, das Team verzichtet in der spielfreien Zeit auf 20 Prozent des Gehalts. Diese Zeit wird wohl nach den neusten Vorschlägen der DFL bis mindestens Ende April dauern. Auch die Spieler von Borussia Dortmund sollen am Ende des Monats die gleichen Verhältnisse in der Lohntüte wiederfinden. Die Profis von Schalke 04 gehen mit bis zu 30 Prozent sogar noch einen Schritt weiter. Einzelne Spieler wie die Münchner Goretzka und Kimmich sind unabhängig vom Verein bereits mit Spenden in Millionenhöhe an die Gemeinschaft vorweggegangen. Wann und ob die VfB-Stars mit Zahlen und Summen an die Öffentlichkeit gehen, bleibt also abzuwarten.