Vom Publikumsliebling zur Persona non grata

Das Ergebnis war schon schlimm genug für die Schwaben, bis dann noch eine Rote Karte dazu kam

Der VfB hatte sich vorgenommen, gut zu stehen, wenig zu zulassen und am Ende vorne den ein oder anderen Nadelstich zu setzen. Das gelang phasenweise, zumindest was die Defensive betrifft. Doch vorne hatte nur Alexander Esswein die große Chance den VfB in Führung zu schießen. Daniel Didavis Versuche waren nicht zwingend genug. Auch Leverkusen tat sich schwer in Halbzeit eins, so gingen beide Teams mit einem torlosen Remis in die Pause. Im zweiten Durchgang war Bayer die bessere Mannschaft, ohne zu Glänzen. Ron-Robert Zieler musste bereits im ersten Durchgang eine Parade bemühen, in der zweiten Hälfte war er auch nochmals gefordert. Doch insgesamt kam zu wenig auf beide Tore, so dass ein Elfmeter durch Haverts die Entscheidung bringen musste.

„Er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen“

Nachdem die Niederlage in der Nachspielzeit kaum noch abzuwenden war, gingen dem Kämpfer und Publikumsliebling Santiago Ascacibar die Nerven durch. Er bespuckte Kai Havertz und erntete nicht nur die Rote Karte und wohl eine lange Sperre, sondern auch noch die Beschimpfungen der Gegenspieler. „Das ist meiner Meinung nach das Schlimmste, was man im Fußball machen kann. Man kann sicherlich hart spielen – aber so etwas macht man nicht“, gab Bayer-Coach Peter Bosz zu Protokoll. „Solche Leute braucht man in der Bundesliga nicht.“ schimpfte Kevin Volland. Und auch sein eigener Trainer Markus Weinzierl war alles andere als erfreut: „Das geht natürlich gar nicht. Er hat der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen. Er muss seine Emotionen im Griff haben.“ Wie lange er gesperrt wird, wird wohl Anfang der nächsten Woche bekannt.