Vier gewinnt oder auch nicht?

Der VfB startet in die Trainingswoche mit gemischten Gefühlen

Am Wasen wird ab Dienstagmorgen wieder gearbeitet. Den Sieg, den man gerne gegen Nürnberg gefeiert hätte, will man im zweiten Heimspiel in Folge gegen Leverkusen einfahren. Auch wenn das auf dem Papier ungleich schwerer wird. Doch der VfB braucht dringend Punkte. Mit dem einen gegen den Club ist man genau genommen zwar sogar der Sieger des Spieltags im Abstiegskampf, doch entscheidend nach vorne brachte es den VfB trotz der Niederlagen der Konkurrenz nicht. Der Relegationsplatz ist von oben und von unten relativ festgefahren. Vier Punkte sind es bis zum rettenden Ufer und Platz 15. In den verbleibenden sechs Spielen sind noch 18 Punkte zu vergeben. Am Ende sollte Stuttgart vier davon mehr einfahren als die Augsburger, die im nächsten Auswärtsspiel auf den VfB warten. Vier gewinnt also. Doch die vier steht auch für den Abstand nach unten. Der letzte Gegner Nürnberg hat vier Punkte Rückstand auf den VfB und würde Gesetz den Fall, der VfB würde vier Punkte weniger als die Cluberer einfahren, am VfB vorbeiziehen. Aus dem „Teilerfolg Relegation“, wie ihn Andreas Beck in der Sendung Sport im Dritten, beschrieben hatte, würde schnell der direkte Weg in Liga zwei werden. Die Vier steht aktuell für den VfB also für eine große Chance, aber auch für ein gewisses Risiko.

Erkältung, Hoffnung und Jugendträume

Um der Chance mehr Raum zu geben, startete der VfB mit der Vorbereitung auf das Heimspiel gegen die Werkself aus Leverkusen. Nicht mit an Bord, war der zuletzt bärenstarke Ozan Kabak. Er quälte sich mit einer Erkältung und setzte die Einheit aus. Individuell trainierten die beiden Verletzten aus dem Eintracht-Spiel. Gentner und Castro liefen ihre Runden. Bei Gonzalo Castro schöpft Trainer Weinzierl nach Medienberichten sogar ein wenig Hoffnung auf einen Einsatz am Samstag. Castro gab dem Mittelfeld zuletzt die Stabilität und auch die Impulse nach vorne, abgesehen von gut getretenen Eckbällen. Zwei Talente durften derweil ein wenig Luft der Profis schnuppern. Mit Pedro Allgaier von der U21 und Luca Mack von der U19 waren zwei junge Spieler im Training unter Weinzierl dabei.