Uwe Gospodarek erklärt die guten Leistungen der Keeper

Akzeptieren, Respektieren und gegenseitig pushen

Mit dem Trainerwechsel von Tim Walter zu Pellegrino Matarazzo hat sich personell im Trainerstab kaum etwas geändert. Auch Torwarttrainer Uwe Gospodarek blieb dem Team und somit dem VfB erhalten. Mit dem Wechsel ändert sich allerdings nicht nur das Spielsystem der zehn Mann vor dem Keeper, sondern auch das Spiel des Torhüters. „Sie sind nicht mehr so ins Spiel eingebunden wie bei Tim“ erklärte Gospodarek. Geht es nach den Vorstellungen von Matarazzo wird der schnellere Torabschluss im Vordergrund stehen, was sich auch auf das Torwartspiel auswirken wird. Uwe Gospodarek arbeitet viel mit Videoanalyse. Die GoPro ist bei jeder Einheit dabei. Für den gebürtigen Straubinger ist es wichtig, nach der Einheit an den Feinheiten zu arbeiten. Dies lässt sich aus seiner Sicht auf dem Platz oftmals so schnell und präzise nicht erkennen, dabei hilft im Anschluss ans Training die Sichtung des Videomaterials.

Die Harmonie in der Gruppe stimmt

Training und Technik sind das eine, doch die guten Leistungen beider Keeper in der Vorrunde und auch die Leistungen innerhalb der Gruppe mit Jens Grahl und Sebastian Hornung, wäre nicht so hoch und homogen, wenn sich die Keeper untereinander nicht so gut verstehen würden. Für den Torwarttrainer ist es ein Glückfall und gleichzeitig wichtig, dass sich die Schlussleute akzeptieren, respektieren und sich am Ende gegenseitig pushen. Jeder weiß, dass der andere da ist, wenn es mal nicht so läuft oder ein Ausfall droht. Gregor Kobel und Fabian Bredlow sind im Trainingslager Zimmergenossen und haben auch sonst privat gute Kontakte. Uwe Gospodareks Formel im Interview mit VfBTV lautet daher: „Die zwei harmonieren sehr gut, sie pushen sich gegenseitig ohne dass Neid oder was anderes da ist, das ist wichtig. Früher war es so, da haben Nummer eins und Nummer zwei nicht miteinander gesprochen, da hat der eine auf Fehler des anderen gehofft, das ist in der Gruppe gar nicht.“ Gregor Kobel war zu Beginn der Saison die Nummer eins, die letzten Spiele stand Fabian Bredlow im Tor. Es wird spannend werden, für welchen Keeper sich am Ende Pellegrino Matarazzo entscheiden wird.