Über Aktivität und veränderter Aufstellung wieder mehr Bewegung im Rennen um den Klassenerhalt

Nico Willig musste nicht lange überlegen den Job anzunehmen

Für den neuen Trainer auf Zeit war es keine Frage, als Thomas Hitzlsperger am Sonntag anrief und ihm den Job als Cheftrainer anbot, sofort anzunehmen. Die Idee, das ganze für den Rest der Saison zu begrenzen kam von Willig selbst, denn es macht es laut eigener Aussage für ihr leichter, das Ziel zu erreichen. Nico Willig sieht es als Projekt an, in dem er sich allerdings von Beginn an wohl gefühlt hatte. Nicht nur den ersten Gang in die Kabine, sondern auch den ersten auf den Trainingsplatz ließen bei ihm die wenigen Fragezeichen verschwinden, die zu Beginn latent schlummerten. Die ersten Schritte sind natürlich wie so oft bei einem neuen Trainer, Einzelgespräche mit den Spielern. Willig machte allerdings keinen Unterschied zwischen Reserve- und Stammspieler. Dennoch hofft er über seine Führungsspieler, die den Mannschaftsrat bilden, seine Energie und Spaß am Fussball auf die anderen Spieler übertragen zu können.

Es wird sich definitiv etwas verändern

Dass Pablo Maffeo nochmals eine Möglichkeit bekommt, in den Kader zu rutschen, schloss Thomas Hitzlsperger auch beim neuen Trainer aus. Es bleibt dabei, dass er nicht mehr mit der Mannschaft trainiert, doch der Rest der Truppe hat wieder alle Möglichkeiten sich anzubieten. Auch das ist nichts Neues. Neuer Trainer, neues Glück. Diese Parole gilt letztlich immer und ist auch unter Willig nicht anders. Anders ist allerdings, dass er in der Pressekonferenz angekündigt hatte, dass sich definitiv in der Startelf etwas ändern wird. Nicht nur der Ausfall von Steven Zuber wird kompensiert werden, sondern auch darüberhinaus kündigte der 38-Jährige Balinger Veränderungen an. Welche das sein werden und mit welchem System er die nächsten Spiele angehen wird, ließ er aber noch offen. Seine Philosophie des Fussballspiels will er von der Jugend auf die Profis übertragen, denn sie ist alters- und ligaunabhänig. Er will in den Augen der Spieler und in der Körpersprache die Angriffsbereitschaft sehen und die Aktivität auf dem Platz haben. Im Steher-Rennen, wie er es bezeichnete, um den Klassenerhalt, geht es nun für Nico Willig darum, wieder mehr Bewegung zu bekommen. „Wir müssen beginnen wieder schneller zu laufen“. Das ist wohl in jeglichen Hinsicht zu verstehen.