Schwaches VfB-Spiel wird bestraft – Schiedsrichter fragt VAR nach Handspiel-Beweis

Der VfB verliert 1:2 in Wiesbaden

Alles auf null, alles auf Anfang, zumindest was den Stand der Mannschaften betrifft. Nach wochenlanger Pause traf der VfB unter Corona-Bedingungen auf den SV Wehen Wiesbaden. Stuttgart machte von Beginn an das Spiel, war dominant, ohne die großen Torchancen herauszuspielen. Zumindest diese Erkenntnis ist noch recht bekannt aus den vergangenen Spielen. Mario Gomez scheiterte zweimal am Keeper der Hessen, mehr Highlights gab es im ersten Durchgang nicht, doch wie so oft bei den Schwaben ist die Partie nach dem Seitenwechsel ereignisreicher. So auch in Wiesbaden. Ein Konter reichte den Gastgebern zu Beginn der zweiten Halbzeit, damit der VfB nicht das erste Mal in dieser Saison, einem Rückstand hinterherlaufen musste. Was vorher schon nicht gut funktionierte, war nach dem Tor noch schwerer. Der VfB scheiterte öfter an der vielbeinigen Abwehr von Wiesbaden. Der schnelle Doppelpass, die zündende Idee zu einer Überraschung fehlte, so dass die Uhr gnadenlos gegen die Schwaben lief. Der eingewechselte Roberto Massimo brachte in der 83. Minute den Ball Richtung zweiten Pfosten, wo Nicolas Gonzalez den Ball im Tor unterbrachte. Auch, wenn das Spiel des VfB sicher noch einiges an Luft an oben hatte, so wäre der Punkt dem Spielverlauf angemessen gewesen. Sicherlich noch zu wenig für einen Aufstiegsaspiranten, aber dennoch ein Punkt, um auf Platz zwei zu bleiben.

Der letzte Pfiff entscheidet das Spiel

In der Nachspielzeit, hatte der Kölner Keller allerdings ein Machtwort gesprochen und damit sogar den Schiedsrichter auf dem Rasen überstimmt. Was war passiert? In der Nachspielzeit kam Wehen Wiesbaden zu einer Ecke, die im Luftduell entschärft wurde, kein Spieler reklamierte, das Spiel lief weiter. Plötzlich ein Pfiff, der Schiedsrichter schaute sich viele Wiederholungen dieser Szene an. Die Hand von Al Ghaddoui geht im Duell mit seinem Gegenspieler Richtung Ball, genau wie der Kopf des Gegenspielers. Selbst nach Sichtung mehrer Wiederholungen lässt sich nicht eindeutig belegen, ob nun die VfB-Hand oder der Wehen-Kopf am Ball war. Der Schiedsrichter fragte den Kölner Keller in Person von Dr. Robert Kampa: „Ist der Ball an der Hand von Al Ghaddioui, hast Du da einen klaren Beweis dafür?“ Welche Bilder der Videoschiedsrichter Sascha Stegemann verheimlicht hatte, damit er dies selbst nicht sehen konnte, bleibt das Geheimnis der beiden. Fakt ist, er vertraut dem „Beweis“ und gibt Elfmeter. Stuttgart bleibt ohne Punkt.