Mit Ach und Krach: Ein kleiner Geniestreich reicht

Der VfB steht in Runde zwei des Pokals

Die Vorzeichen vor dem Erstrundenspiel des VfB in Rostock waren klar. Die Statistik sprach klar gegen den VfB. Viermal bei Hansa angetreten, viermal verloren. Beim fünften Mal sollte es nun endlich mit einem Pokalerfolg in den Hansestadt klappen. Der erste Schock allerdings ließ nicht lange auf sich warten. Orel Mangala musste mit einem verdrehten Knie den Platz verlassen. Eine Diagnose gab es bei Abpfiff noch nicht. Für Mangala kam der Torschütze des einzigen Treffers des Spiels. Hamadi Al Ghaddioui hielt den Kopf hin, als Ascacibar und Didavi eine schnelle Ecke ausführten. Die Rostocker waren noch mit der Entscheidung des Schiedsrichters beschäfigt, als der Ball bereits unterwegs war. Einmal schaltete der VfB schnell, ein Tor aus einer Standardssituation heraus. Torchancen aus dem Spiel gab es kaum welche. Beide Keeper hatten wenig zu tun.

Debüt von Nathaniel Phillips

Mit dem Wiederanpfiff gab es bereits den zweiten Wechsel des VfB. Neuzugang Nathaniel Phillips kam wenige Tage nach seiner Ankunft in Stuttgart bereits zu seinem Debüt im VfB-Trikot. Bis auf ein, zwei Unsicherheiten hielt er die Abwehr zusammen. Insgesamt machte der VfB bis zum Strafraum ein ordentliches Spiel, die letzten Pässe kamen aber nicht an. Auch in der zweiten Halbzeit gab es keine Torchance für den VfB, bei der der Hansa-Keeper eingreifen musste. Rostock war gegen Ende der Partie das bessere Team, mit ein wenig Glück konnte die Hintermannschaft der Schwaben die Bälle klären. Auch Florian Bredlow hatte somit kaum Aktionen und musste nicht eingreifen. Die Rostocker Spieler waren über das gesamte Spiel hinweg, sehr bissig und aggressiv. Um die ein oder andere gelbe Karte kamen sie herum. Das Pokalspiel war bislang das schwächste Pflichtspiel, am Ende zählt aber nur das Weiterkommen. Tim Walter sagte nach dem Spiel: „Uns war klar, dass es vor ausverkauftem Haus in Rostock keine einfache Aufgabe für uns ist. Es war ein intensives Spiel, in dem wir uns das Leben etwas schwerer als nötig gemacht haben, weil teilweise das Tempo und die Genauigkeit gefehlt haben. Wir hätten im letzten Drittel konsequenter sein müssen, dann hätten wir das Spiel früher für uns entscheiden können. Unter dem Strich haben wir aber verdient die nächste Runde erreicht und sind zufrieden mit dem heutigen Abend.“