Matarazzo fordert lautstark mehr „online“ – Sprintet Führich an Massimo vorbei in die Startelf?

Der VfB bereitet sich auf Bochum vor – weiter ohne Förster

In Stuttgart ist man mit den letzten Ergebnissen und wohl auch mit der Punkteausbeute nicht zufrieden. Hinzu kommt mittlerweile auch ein wenig das „wie“ hinzu. Frühe Gegentore, schwaches und unpräzises Aufbauspiel und damit auch wenig herausgespielte Torchancen. Im nächsten Auswärtsspiel in Bochum soll sich das wieder ändern oder vielleicht muss es das fast schon, um nicht den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Dafür starteten die Jungs um Trainer Pellegrino Matarazzo am Mittwochmorgen in die Vorbereitung. Individuell waren Klimowicz und Faghir auf dem Rasen unterwegs, Mavropanos im Kraftraum. Bei Klimowicz und Mavropanos sollte es am Nachmittag schon wieder ins Teamtraining gehen, bei Faghir entschied das seine muskulären Probleme. Philipp Förster musste erneut passen, sein Infekt macht ihm noch immer zu schaffen, wie es scheint. Die Auswahl an fitten Spielern war dennoch groß genug, um das Warm-Up erst mit einer Catch-Einlage zu starten, um in der nächsten Übung dann nach einem Eins-gegen-Eins den Torabschluss zu trainieren. Die Spielform war allerdings wie so oft die entscheidende Einheit. Aufbauspiel vom Keeper angefangen auf relativ engem Raum. Ziel war die Kugel lang und mit sicherem Kurzpassspiel in den eigenen Reihen zu halten, aber auch möglichst zielstrebig einen guten Spielaufbau zu kreieren. So ganz gefiel dem Trainer nicht was er sah und forderte seine Spieler lautstark, zu mehr Aktivität auf und dazu stets „online“ zu sein. „Habe keine Probleme damit, wenn ihr euch anschnauzt, aber keiner ist danach passiv.“ Auch Fehler seien erlaubt, entscheidend aber sei die Reaktion darauf. Von Minute zu Minute bescheinigte Matarazzo seinem Team dann aber auch, mit der Übung auf dem richtigen Weg zu sein.

Führich wieder komplett und ohne scheu im Teamtraining

Einige Male war auch der Name von Chris Führich in Verbindung mit einem Lob nach einer gelungenen Aktion dabei. Sein Gesundheitszustand scheint wieder bei 100 Prozent. Er war kein freier Mann, der nicht attakiert werden durfte, er weil Teil des Teams mit den gelben Leibchen und ohne scheu mittendrin. Nachdem er vor wenigen Wochen bereits die ersten Schritte nach seinem Schlüsselbeinbruch auf dem Rasen gemacht hatte, würde es verwundern, sollte nichts mehr anderes dazwischen kommen, wenn er am Sonntag in Bochum nicht Teil des Kaders wäre. Will das Trainerteam nicht nur an der Einstellung und der Ausrichtung im Spiel etwas ändern, sondern auch ein wenig am Personal, könnte es für den 23-Jährigen womöglich auf seiner rechten Seite vorbei an Roberto Massimo für die Startelf reichen. Die Eindrücke im Training sind mutig, willig und spielstark, ob es sofort für die erste Elf reicht, wird sich zeigen. Massimo war zuletzt sicher stärken als in der vergangen Saison, das Quäntchen Glück scheint er für sein temporeiches Spiel noch erzwingen zu müssen.

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