Matarazzo begründet Einsatz der jungen Talente

Egloff gab sein Profidebüt

Der VfB hatte im Pokal den Favortien aus Leverkusen am Rande einer Niederlage. Stuttgart ging zwar nicht in Führung, hatte aber in der ersten Halbzeit die besseren Chancen und auch am Ende der 90 Minuten nochmals Möglichkeiten in die Verlängerung der Achtelfinalpartie zu kommen. Beim Stand von 0:0 brachte Pellegrino Matarazzo mit Clinton Mola den ersten jungen Spieler ins Spiel. Er wechselte am letzten Tag der Transferfrist von der U23 Chelseas zu den Profis nach Stuttgart. Der Coach hatte kaum Gelegenheit den 18-jährigen Engländer im Training zu sehen, doch es reichte offenbar, um ihm zu seinem ersten Spiel im Brustringtrikot zu verhelfen. Keine zehn Minuten später kam nicht etwa Mario Gomez oder Hamadi Al Ghaddioui zum Einsatz, sondern der erst 19-jährige Mateo Klimowicz, der zuvor hauptsächlich bei Stuttgarts U21 auflief. Mit dem Rückstand hatten die beiden Jungen Wilden wenig zu tun. Vor dem 2:0 der Bayer-Elf kam mit Lilian Egloff der dritte junge Spieler in die Partie. Ein echtes Eigengewächs, denn er trägt bereits seit der U11 Weiß-Rot. Mit 17 Jahren, 5 Monaten ist Egloff nach Timo Werner der zweitjüngste VfB-Spieler, der für die Profis zum Einsatz kam. Er konnte die wenigen Minuten, die ihm im Spiel gegen Leverkusen blieben nutzen, um seine ersten Fussstapfen im Profifussball zu hinterlassen. Seine Flanke auf Nicolas Gonzalez, brachte die Chance für Mateo Klimowicz, die das 2:2 hätte bedeuten können. Auf die Frage an Trainer Matarazzo, ob die Einwechslungen der jungen Spieler, nicht zu mutig gewesen sei, antwortete der VfB-Coach: „Nein, es ist nicht mutig, wenn man das Gefühl hat, dass sie auf dem Niveau Leistung bringen können.“ Es werden also nicht die letzten Spielminuten der jungen Talente für die Profi-Elf der Schwaben gewesen sein.