Markus Weinzierl äußert sich zur Person Sven Mislintat

Der Trainer sieht in Mislintat einen guten Typen

Weinzierl und der vermeintlich neue Sportdirektor Sven Mislintat kennen sich bereits. „Wir sind zehn Monate lang in einem Raum gesessen und haben viel über Fussball geredet“ so Markus Weinzierl auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Leverkusen. Er bescheinigt ihm gute Arbeit bei Dortmund und Arsenal gemacht zu haben und viele super Spieler für den BVB entdeckt zu haben. „Er hat eine gute Auffassung vom Fussball, gute Ideen und ist ein guter Typ“, so Trainer Weinzierl weiter über den 46-jährigen gebürtigen Kamener. Mit einem verschmitzten Lachen schob er allerdings nach, dass er nicht wisse, ob er auch nach Stuttgart kommt. In den Findungsprozess eines neuen Sportdirektors ist Weinzierl nach eigener Aussage nur in sofern eingebunden, dass sich die Verantwortlichen über ihre Kernaufgaben hinaus auch verzahnen und besprechen. Auch bei der Kaderplanung komme es auf alle Kräfte an. Das Hauptaugenmerk sei aber für ihn als Trainer die Situation zu retten und den VfB zum Klassenerhalt zu führen.

Relegation ist kein Teilerfolg sondern ein Weg zum Erfolg

Für Markus Weinzierl gilt die Relegation allerdings nicht als Ziel oder Teilerfolg. Sein Ziel ist auch nach der Enttäuschung über den verpassten Dreier gegen Nürnberg, der direkte Klassenerhalt. Auch wenn das Remis für alle zu wenig war, ist das Ziel durch den Punktgewinn und die Niederlagen der Konkurrenz, näher gerückt. Die Relegation wäre ein weiterer Weg die Klasse zu halten, als Teilerfolg will er die beiden Spiele gegen den Tabellendritten der zweiten Liga allerdings nicht werten. Wie nah Weinzierl und der VfB dem Ziel Klassenerhalt nach dem kommenden Wochenende sind, wird das Ergebnis im Heimspiel gegen Leverkusen zeigen. Ozan Kabak wird dafür fit sein, er hat seine Erkältung überstanden. Bei Dennis Aogo, Christian Gentner und Gonzalo Castro sieht der Coach noch große Fragezeichen. Gerade Castro ist für das Spiel des VfB in den letzten Wochen wichtig geworden. Markus Weinzierl tat sich in der Pressekonferenz schwer, einen adäquaten Ersatz für ihn zu finden, noch dazu da die beiden anderen angeschlagenen Spieler eben seine Position spielen können. Den großen Umbruch im Team fürs kommende Heimspiel strebt Weinzierl nicht an, dennoch macht er sich über die Systemfrage Gedenken und wie man gegen Leverkusen deren Offensive in den Griff bekommt und gleichzeitig ein gutes Umschaltspiel erreichen kann. Vorteile sieht er darin, nicht unbedingt das Spiel machen zu müssen. Gegen Nürnberg tat man sich sichtlich schwer damit. Welche Spieler auf dem Rasen stehen werden, verriet Markus Weinzierl wie immer nicht.