Jahrestag des Aufstiegs – was ist seitdem beim VfB passiert?

Am 21. Mai 2017 machte der VfB durch ein 4:1 gegen Würzburg den Aufstieg klar

Drei Jahre ist es nun her, als der VfB seinen Ausrutscher aus dem Jahr 2016 wieder gut machte. Nach dem Abstieg folgte am 21. Mai 2017 der direkte Wiederaufstieg. Der damalige Trainer Hannes Wolf führte die Schwaben mit einem 4:1 Erfolg gegen die Würzburger Kickers am letzten Spieltag vor heimischem Publikum wieder zurück in die Erstklassigkeit. Matthias Zimmermann, Simon Terodde, der zweimal traf und Daniel Ginczek machten mit ihren Toren die anschließende Feier auf dem Cannstatter Wasen perfekt. An dem Tag hätte theoretisch noch alles passieren können. Auch die Relegation wäre noch denkbar gewesen, doch mit dem Sieg durften die Schwaben ihren Fans die Meisterschale der 2. Liga präsentieren. Ein Tag für die Geschichtsbücher der VfB-Chronik. Doch wie hat sich der Verein seitdem entwickelt?

Historischer Sieg in München

Die Euphorie in Stuttgart war nach dem Aufstieg groß, der Zuschauerrekord in der zweiten Liga, sorgte selbstverständlich auch in Liga eins für viele Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena. Nach einer durchwachsenen Halbserie und drei Spielen im Jahr 2018 war Schluss für Hannes Wolf. Tayfun Korkut, ein Trainer mit VfB-Vergangenheit übernahm und führte den VfB am Ende fast noch aufs internationale Parkett. Mit einem graniosen 4:1 Erfolg beim schon feststehenden Deutschen Meister, Bayern München, beendet Stuttgart die Saison auf Platz sieben, in der Rückrundentabelle belegten die Schwaben gar Platz zwei.

Abstieg nach drei Trainerwechsel und Relegation

Das zweite Jahr ist immer das schwerste Jahr. Von diesem Leitspruch kann der VfB ein Lied singen. Der Saisonstart ging komplett daneben, erst am 6. Spieltag gegen Bremen konnte man den ersten Sieg einfahren, nach dem 7. Spieltag musste Tayfun Korkut gehen. Andreas Hinkel übernahm wenige Tage als Interimscoach, bis Markus Weinzierl die Mannschaft übernahm. Doch auch für ihn gab es keinen guten Einstand. In den ersten drei Spielen setzte es drei Niederlagen mit 0:11 Toren. Stuttgart war nach zehn Spieltagen mit fünf Punkten Tabellenletzter. Nach einem desolaten 0:6 am 30. Spieltag beim direkten Konkurrenten Augsburg, sprang U19 Trainer Nico Willig ein, der dem Team den Mut zurückbrachte. Fünf Erfolge konnte Stuttgart bis dahin erst verbuchen. Eine fast unmögliche Mission, den VfB direkt in der Liga zu halten, endete mit der Verlängerung der Saison. Zwei Remis in den Relegationsspielen gegen Union Berlin bedeuteten aufgrund der Auswärtstorregel am Ende trotzdem den erneuten Abstieg ins Unterhaus.

Neustart mit neuem Team

Der neue Sportdirektor Sven Mislintat zusammen mit Sportvorstand und späterem Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger bauten ein komplett neues Team für das Ziel Wiederaufstieg auf. Die Altstars mussten gehen, auch Nico Willig der auf eigenen Wunsch zurück zur U19 ging, wurde durch Tim Walter ersetzt. Stuttgart machte in der 2. Liga gute Spiele, doch die allerwenigsten der Siege waren wirklich überzeugend. Die Schwaben sind Aufstiegsfavorit Nummer eins, schwimmen aber unter den ersten Drei der Tabelle nur mit, anstatt souverän voranzugehen. Mit Pellegrino Matarazzo kam der insgesamt 6. Trainer nach dem Aufstieg mit Hannes Wolf. Von der Aufstiegsmannschaft 2017 sind im aktuellen VfB-Kader nur noch Keeper Jens Grahl und Verteidiger Marcin Kaminski. Nach der Corona-Pause versucht der VfB nun das Ereignis von vor drei Jahren zu wiederholen, ob mit oder ohne Schale und wohl ziemlich sicher ohne Wasen-Party.