Im Pokalmodus durch die Liga

Jedes Spiel ist für Stuttgart genauso wichtig wie für den Gegner

Der VfB steht vor dem Ligaspiel gegen den ehemaligen Verein von Philipp Förster. Sein Trainer nimmt an, dass Förster weiß, was auf ihn und den VfB zukommen wird, doch extra Tipps braucht Walter nicht. Er erwartet, dass sich Sandhausen mit einer gewissen Wucht und dem Remis aus Bielefeld im Rücken, dem VfB entgegenstellen wird. Geht es nach Tim Walter erwarten die Gegner, dass der VfB das Spiel macht und am Ende die drei Punkte mitnehmen wird. Doch das wäre zu einfach gedacht. Viele Gegner würden die Spiele gegen den VfB als eine Art Pokalspiel ansehen. Für den VfB sind die Spiele genauso wichtig, wie für den Gegner. Daher ist es für den Trainer an der Zeit, die Ligaspiele ebenso als Pokalspiele auszurufen. Für die mentale Komponente scheint dieser Modus wohl einfacher für die Spieler zu sein.

Holger Badstuber als Stütze

In den „Pokalfight“ muss der VfB allerdings ohne Marc Oliver Kempf, der für drei Spiele gesperrt wurde. Wer neben Holger Badstuber den Platz des Kapitäns einnimmt, ließ Tim Walter noch offen. Fakt ist für ihn, dass sich einer der jungen Verteidiger an Holger Badstuber orientieren wird. Viel Lob gab es für den ehemaligen Nationalspieler in der Folge der Ausführungen von Tim Walter in der Pressekonferenz. „Holger hat sich das Vertrauen mit guter Leistung im Training selbst erarbeitet. Er ist nicht mehr der mürrische und zurückhaltende Grantler, sondern bringt gute Laune und seine Meinung mit ins Team. Er hat sich selbst aus dem Loch gezogen.“ Tim Walter hatte ihm maximal einen Anstupser dafür gegeben, dass er auch da herauskommt. Eine Umstellung in der Abwehr sei nie ein Vorteil, doch der VfB-Kader sei so bestückt, dass man dies auffangen könne. Walter nennt drei Kandidaten für den Ersatz von Kempf. Phillips, Awoudja oder Karazor. Wer es am Ende sein wird, wird am Sonntag sehen.