„Ich gucke nie zu“ Warum ein verschossener Elfmeter die Moral nicht erschüttert hätte

Tim Walter ist überzeugt von seinen Spielern

Der VfB steht vor dem Ligaspiel gegen Dynamo Dresden. Damit kommt erneut ein Kellerkind in die Mercedes-Benz Arena. Zuletzt ging es gegen Wehen Wiesbaden und Holstein Kiel in die Hose. Auch in Hamburg ging es gründlich daneben. Drei Spiele, null Punkte ist also die jüngste Bilanz des VfB in der Liga. Doch im Pokal konnte Stuttgart die Negativserie durchbrechen. Nach Verlängerung hieß der Sieger, Stuttgart. Gleich zu Beginn der Partie gab es einen Elfmeter für die Jungs von Tim Walter. Der Anlauf von Nicolas Gonzalez deutete zwar an, dass es schief gehen könnte, doch am Ende war der Strafstoß sicher und souverän verwandelt worden. Einer hat weder den Anlauf noch Torschuss gesehen. Trainer Tim Walter. „Ich guck bei Elfmeter meiner eigenen Mannschaft nie hin.“ Ein Fehlschuss, so ist sich Tim Walter sicher, hätte auch nach drei Niederlagen zuvor, die Moral der Elf nicht erschüttert. „Was sie immer sehr gut machen, sie machen einfach weiter und das spricht immer für sie.“ Hätte, hätte, der Ball war im Netz und half den Schwaben eine Runde weiter im Pokal und gab sicher wieder ein Stück mehr Selbstvertrauen für die Liga.

Castro scheint als Linksverteidiger gesetzt, Awoudja könnte nochmals Chance bekommen

Gegen Dresden muss der VfB nochmals ein Ligaspiel auf Holger Badstuber verzichten, er hatte dem Team im Pokal viel Stabliltät verliehen. Maxime Awoudja hatte, als sein Vertreter in Hamburg, den ein oder anderen Fehler gemacht, der zu Gegentoren führte. Doch Tim Walter scheint dem jungen Innenverteidiger nochmals eine Chance zu geben. „Es geht darum, mach ich es nochmal, um ihn zu stärken oder mach ich es nicht, um ihn zu schützen?“ Vertrauen hat der Trainer generell in beide potentiellen Vertreter von Badstuber. Somit ist wieder die Frage, Awoudja oder Phillips? Auf der Linksverteidigerposition scheint sich Gonzalo Castro als Vertretung für den immer noch angeschlagene Borna Sosa, festgespielt zu haben. Walter bescheinigt ihm einen überragenden Charakter zu haben und ein Teamplayer zu sein, der sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt. Anhand seiner Reaktion scheint offensiv die Variante mit einem Stürmer, wie im Pokal, gegen Dresden nicht in Frage kommen, so dass eher zwei nominelle Angreifer in der Startelf stehen werden. Ob es für den Siegtorschützen Hamadi Al Ghaddioui reicht, steht noch nicht fest. Seine Entzündung im Knie hemmt ihn noch ein wenig.