Hitzlsperger will als Vorsitzender die Potentiale des Vereins ausschöpfen

Thomas Hitzlsperger wird neuer Vorstandsvorsitzender

Es scheint, als könne die Karriere bei Thomas Hitzlsperger nicht schnell genug gehen, nach dem er im Präsidium des Gesamtvereins unter anderem für das Nachwuchsleistungszentrum verantwortlich war, vor knapp acht Monaten zum Sportvorstand ernannt wurde, wird er ab Mitte Oktober zum Chef der VfB AG. Der VfB bevorzugte für diese neue Position die interne Lösung, weil sie nach den Worten von Bernd Gaiser die beste Lösung war. Erst neun, dann vier Kandidaten die in der engeren Auswahl waren, Thomas Hitzlsperger hat sich gegen alle durchgesetzt. Dabei bleibt er im Kreis der weiterhin drei Vorstände, für den Sport verantwortlich und bekommt die Bereiche Unternehmenstrategie und Kommunikation obendrauf. Der Vorstand des Gesamtvereins Bernd Gaiser begründete die Entscheidung des Aufsichtsrats so, dass Hitzlsperger alle Werte verkörpert, die dem VfB langfristig Erfolg versprechen, er national, wie international ein Experte in Sachen Fussball und Kommunkation ist und die Leidenschaft und Glaubwürdigkeit mitbringt. In seinen bisherigen Stationen hatte er bewiesen, dass er Entscheidungen fällen kann und entsprechende Führungsqualitäten hat.

Hitzlsperger: „Bin mir der Größe der Aufgabe bewusst“

Thomas Hitzlsperger selbst begründete seinen nächsten Schritt auf der Karriereleiter so, dass er verspürt dem Verein mehr geben zu können, als nur die Ergebnisse am Wochende zu betrachten und einen Kader zusammenzustellen. „Der VfB ist ein großer Klub, der viele Möglichkeiten hat, aber sie nicht jedes Jahr ausschöpft.“ Er will mit seinen Ideen und Visionen die Richtung vorgeben und die Mitarbeiter für seine Ziele begeistern. Er hatte in der Vergangenheit Mut eingefordert und will diesen nun auch selbst beweisen. Die Defizite in seinen neuen Aufgaben will er schnell ausgleichen. Er vertraut aber auch seinen Mitarbeitern, denen er in Person von Sven Mislintat und Markus Rüdt bereits vieles im sportlichen Bereicht übertragen hatte. So will er es auch mit den neuen Bereichen halten. Selbstbewusst meinte er in der Pressekonferenz, dass er sich bereits in der Vergangenheit viel erarbeitete hatte und den Anspruch an sich selbst hat, den Lernprozess nicht zu beenden und sich weiterzuentwickeln. Der zusätzlichen Verantwortung ist sich der neue CEO bewusst, die größte Veränderung im sportlichen Bereich sei allerdings bereits mit dem kompletten Umbau des Spielerkaders und des neuen Trainersstabs vollzogen worden. Nun gilt es den eingeschlagenen Weg fortzusetzen und noch besser zu werden, um einen der ersten beiden Tabellenplätze zu behalten. Das erklärte primäre Ziel ist der Wiederaufstieg, gefolgt von der weiteren Stärkung der Wirtschaftskraft des Vereins. Hier erwartet Bernd Gaiser den zweiten Investor erst im neuen Jahr. Das dritte Ziel ist die Stärkung der Infrastruktur mit den Plänen für die Modernisierung des Stadions.