Gomez und der VfB hadern mit der kalibrierten Linie

Der VfB verliert 1:2 in Sandhausen

Es war keine Minute gespielt, da musste der VfB bereits wieder einem Rückstand hinterherrennen. Nach einem Eckball bekamen die Schwaben den Ball nicht aus dem Strafraum, ein angefälschter Schuss landete im Tor von Gregor Kobel. Tim Walter kritisierte das Abwehrverhalten nach der Partie. Nach zehn Minuten die erste knappe Entscheidung, eine Fussspitze zeigte VfB-Stürmer Mario Gomez im Abseits. Sein Tor zum 1:1 zählte nicht. Stattdessen erneut Eckball für Sandhausen, erneut Tor für die Gastgeber. Zwei Standards, mehr brachte der SVS in der Offensive nicht zustande, doch es reichte um 2:0 zu führen. Das lag auch wieder am VfB, der zwar das Spiel machte, aber wieder die wenigen Torchancen nicht im Tor unterbrachte. In der Nachspiel war es erneut Mario Gomez. Er setzte zum Fallrückzieher an, ein Traumtor! Doch zuvor wieder Abseits, die beiden Linien am TV waren zumindest klar getrennt voneinander zu erkennen, das deutlichste Abseits von am Ende der Partie drei Entscheidungen gegen Gomez und den VfB – die anhand der Technik alle korrekt waren.

Dreimal drei Zentimeter

Auch nach der Pause war Stuttgart das bessere Team, doch die Entscheidungen liefen erst einmal für Sandhausen weiter. Wieder Mario Gomez, wieder Tor und wieder hauchdünn im Abseits. „Ganz ehrlich: Ich war schon ein Freund davon, weil ich gedacht habe, es wird gerechter, aber für uns Stürmer ist es eine Katastrophe“, gab der Stürmer am Ende der Partie bei BILD zu Protokoll. Alle Entscheidungen waren korrekt, daran lässt sich nichts kritisieren, doch Mario Gomez haderte dennoch mit dem Technik, ohne Videobeweis hätte man sicher in der ein oder anderen Situation auf gleiche Höhe entschieden. Gomez weiter: „Der Schiri sagt mir dreimal drei Zentimeter. Dann frag ich ihn ob man die drei Zentimeter mit der Technik, die wir heute haben wirklich überprüfen kann, wenn die Kamera von 45 Grad auf die zwei letzten Männer schräg draufschaut. Wie sollen die das sehen? Der Schiri auf dem Platz kann nichts dafür, deswegen ist es auch vergebene Mühe mit ihm darüber zu sprechen. Aber das System im Moment ist einfach scheiße. Das tut weh als Stürmer, klar.“ Ein Videobeweis bescherte dem VfB dann doch noch ein Tor, den Handelfmeter versenkte Silas Wamangituka, zu einem Punkt reichte es aber nicht mehr für die Schwaben.