Erst zum Tore schießen eingeladen – am Ende stand zu oft der Pfosten im Weg

Der VfB kassiert seine erste Saisonpleite

Ausgerechnet, heißt es nach solchen Spielen immer wieder. Erster gegen Letzter, Heimspiel für die Schwaben. Im Vorfeld ging es oftmals nur um die Höhe des Sieges und ausgerechnet gegen den Tabellenletzten, der nun zwei Siege in Folge feiern konnte, setzte es die erste Niederlage der Saison für den VfB. Das Unheil nahm bereits nach drei Minuten seinen Lauf. Kempf verschätzte sich und Schäffler war zum ersten Mal zur Stelle. Stuttgart war früh in Rückstand, verlor dann wenig später Daniel Didavi wegen Wadenproblemen und musste nach knapp zehn Minuten zum ersten Mal wechseln. Orel Mangala übernahm seinen Part. Hamadi Al Ghaddioui konnte zwischenzeitlich ausgleichen, doch erneut ein Rießenbock in der Hintermannschaft verursachte den nächsten Gegentreffer für den VfB. Borna Sosas Pass auf Atakan Karazor war zu kurz, Schäffler bedankte sich erneut. Der VfB bekam zu wenig Chancen im ersten Durchgang. Das sollte sich in der zweiten Hälfte ändern.

Auch die letzten 20 Minuten in Überzahl halfen nicht

Der VfB war im zweiten Durchgang besser im Spiel, meldete Wehen Wiesbaden vollkommen ab, hatte gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, doch spielte es zu langsam und zu ungefährlich. Auch den zweiten Wechsel musste Tim Walter aufgrund einer Verletzung vornehmen. Borna Sosa wurde heftig gecheckt und bleib mehrere Minuten am Boden liegen. Er musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vom Platz getragen werden. Bereits zu Wiederbeginn, hatte Philipp Förster Pech im Abschluss, der Pfosten verhinderte den Ausgleich, bei Mario Gomez stand erneut der Pfosten im Weg. Auch Al Ghaddioui machte wenig später Bekanntschaft mit dem Aluminium. Selbst als Wiesbaden durch eine Rote Karte nur noch mit zehn Mann verteidigte, war Stuttgart nicht zwingend genug. Mangalas Versuch durfte auch nochmals den Pfosten streicheln und in der Schlussphase verhinderte abermals das Gehäuse den Ausgleich. Tim Walter sagte nach dem Spiel: „Wir hätten wohl noch viel länger weiterspielen können, aber kein zweites Tor mehr erzielt. Es gibt so Tage, an denen triffst du einfach das Tor nicht.“ Trotz der vielen Chancen, hätten noch mehr Bälle den Weg in die Box finden müssen. So hatte man den Anfang verschlafen, beim Abschluss einiges an Pech und am Ende doch nicht genug dafür getan, um noch mehr Chancen zu kreieren.