Ehemaliger VfB-Trainer: Generalabrechnung mit Reschke

Marc Kienle lässt kein gutes Haar am ehemaligen Sportvorstand

Marc Kienle war bis vor Kurzem noch Trainer des VfB II, bevor er den Stab wieder an seinen Vorgänger Andreas Hinkel übergeben musste. Die Talfahrt der kleinen Schwaben soll mit dem Trainerwechsel gestoppt werden und der Turn-Around soll wenige Spieltage vor dem Saisonende noch gelingen. Der VfB II ist, wie auch die Profis, in höchster Abstiegsnot. Der ehemalige Coach und sportliche Leiter der zweiten Mannschaft sieht aktuell „die kurzfristigen Spuren, die Michael Reschke hinterlassen hat“ wie er in der SportBild zitiert wird. Kienle spricht die verfehlte Personalpolitik des ehemaligen Sportvorstandes an. „Mit den meisten Spielern wird man keine Transfererlöse erzielen können“, Ascacibar, Baumgartl und Kabak nahm er aus dieser Liste aus. Pavard wird zur neuen Saison den Verein verlassen. Doch nicht nur bei den Profis würde sich das Wirken von Michael Reschke abzeichnen. Gerade auch im Jugendbereich scheint einiges an verbrannter Erde übriggeblieben zu sein. „Man sollte sich wieder darauf besinnen, was den VfB jahrelang stark gemacht hat“ so Marc Kienle weiter.

Beim VfB ist viel ins Wanken geraten

Marc Kienle (Sportbild)

Die Verunsicherung im Nachwuchsbereich war deutlich zu spüren. Vor allem bei der zweiten Mannschaft, die Michael Reschke „unbedingt abmelden wollte“ Dies sei „nicht gerade förderlich für die Nachwuchsarbeit“ gewesen. Nicht nur intern merkte man, dass die zweite Mannschaft eher stiefmütterlich behandelt wurde. Mit Tobias Werner, der zwischenzeitlich seine Karriere beendet hatte und Lukas Kiefer standen zu Beginn der Runde nur zwei erfahrene Spieler in den Reihen der kleinen Roten. Die jungen Spieler waren alleine in einer starken Liga, wie sie die Regioalliga Südwest ist, oft überfordert. Außerdem standen in manchen Phasen der Saison mit 13, 14 Spielern zu wenig Akteure zur Verfügung. Mit Marc Stein und Benedikt Koep kamen zur Winterpause nochmals zwei erfahrene Spieler hinzu. Zu spät für den Klassenerhalt? Diese Frage werden die Jungs mit Andreas Hinkel in den nächsten Wochen klären müssen. Für Marc Kienle „kann dies nicht der Anspruch für einen Verein mit dieser Ausbildungshistorie sein“. Mit Thomas Hitzlsperger sollte Stuttgart nun wieder einen Sportvorstand haben, der wieder deutlich mehr wert auf die Jugend setzt. Ein Weg, den auch Marc Kienle wieder gern mitgehen wird.