Baden gegen Württemberg – Zwei stehen dabei eigentlich jeweils auf der falschen Seite

Die Region fiebert dem Derby zwischen Baden und Württemberg entgegen

Der VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf spricht bei den Stuttgarter Nachrichten davon, dass es innerhalb des Teams keine Unruhe gebe, jeder sei fokussiert darauf, „dass wir am Sonntag wieder zuschlagen werden“ Auch bei Trainer Tim Walter sei „kein Anschein von Nervosität“ zu sehen. Für den VfB geht es intern um die nächsten wichtigen drei Punkte, um im Spitzentrio der Liga zu bleiben, für die Region und die Fans geht es in einem Derby sicherlich um weitaus mehr. Die Vorherrschaft im Ländle ist der eine wichtige Punkt für die Fanlager, zumindest bis zum Rückspiel ist diese für den Sieger der Partie gebucht, auch wenn die Badener mit einem Sieg noch nicht an den Schwaben in der Tabelle vorbeiziehen würden. Ein Derbysieg kann Kräfte freisetzen, bei den Fans sowieso, aber auch im Team, die es die kommenden Spiele noch spüren könnte. Gerade nach einer Durststrecke die im Prinzip beide Mannschaften begleitet. Der VfB hat vier der letzten fünf Spiele verloren, Karlsruhe kommt mit sieben Remis am Stück im Gepäck an den Neckar und somit auch mit sieben Spiele ohne Sieg.

KSC-Trainer ist Schwabe, VfB-Trainer aus Baden

Nicht nur für die Fans ist das Derby etwas besonderes, auch für die Trainer der beiden Teams dürfte es nicht wie jedes Spiel sein. VfB-Trainer Tim Walter ist in Bruchsal geboren, rund 30 km von Karlsruhe entfernt. Walter trainierte auch einst die Karlsruher U17 und U19 ehe er zu den Bayern ging und aus Kiel zum VfB Stuttgart wechselte. Sein badisches Herz wird am Sonntag für Württemberg schlagen. Die andere Richtung muss sein Gegenüber gehen. Alois Schwartz ist in Nürtingen geboren, auch diese Stadt ist rund 30 km von Cannstatt entfernt. Mit dem VfB verbindet Schwartz allerdings nichts, weder als Spieler noch als Trainer. Der Schwabe wird seinen Badenern die Daumen drücken. Verkehrte Welt also in einem Derby, dass an Rivalität in Deutschland seinesgleichen sucht. Selbst Dortmund gegen Schalke wird friedlicher ausgetragen, als das Baden-Württemberg Duell, rot gegen blau. Der Bundestrainer Jogi Löw, der beide Verein aus seiner Karriere kennt, hofft auf ein faires und friedliches Spiel und Umfeld. Auch VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf hofft, „dass es nur um das geht, was auf dem Platz ist.“