Stuttgart steht nach der Fehlentscheidung im Regen

Einen Tag nach der bitteren unnötigen Niederlage in Hamburg, stand der Gelb-Rot-"Sünder" zusammen mit seinen Kollegen im strömenden Regen auf dem Rasen in Stuttgart

Die Startelf ließ sich bei dem trüben Regenwetter am Sonntag nach der 1:3 Pleite, erst gar nicht auf dem Platz blicken. Es trainierten nur die, die keine 90 Minuten gespielt hatten. Darunter auch Dzenis Burnic, der nach 13 Minuten vom Platz flog und bis heute nicht weiß warum. Der Schiedsrichter Guido Winkmann hatte es ihm und der Fussball-Nation nach dem Spiel mitgeteilt. Er hatte schlichtweg einen Fehler gemacht. Der VfB kann sich dafür nichts mehr kaufen. Ähnlich wie Freiburg die Woche zuvor erging es dem VfB am 11. Spieltag.

Nach 13 Minuten nur noch mit zehn Mann auf dem Platz. Mit ein bißchen Cleverness hätte man nach dem Ausgleich vielleicht noch was mitnehmen können, doch in Unterzahl war das nicht so einfach. Der Platzverweis hatte nicht direkt etwas mit dem Videobeweis zu tun, der Pfiff allerdings kam ebenfalls recht spät. Die Vermutung, die Herren aus Köln haben hier dem Schiedsrichter dennoch etwas zur Szene ins Ohr geflüstert, ist zumindest nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Anzeige eines Quadrats mit beiden Händen kam von Guido Winkmann allerdings nicht. Trotzdem schlägt der Videobeweis Woche für Woche hohe Wellen. Er soll die Fehlentscheidungen eindämmen und dem Schiedsrichter eine Hilfe sein, die in Sekunden zu entscheidenden Szenen nochmals Revue passieren zu lassen, um nach Sichtung der Bilder die richtige Entscheidung zu treffen. In vielen Fällen war dies sicher schon sehr gut. Im Allgemeinen scheint die Hilfe den Schiedsrichter allerdings eher zu verunsichern. Man hat das Gefühl, er verlässt sich nicht mehr auf seine Wahrnehmung, sondern wartet ab, was Köln entscheidet. Beinahe jede elfmeterwürdige Szene wird mittlerweile vom Videoassistenten überprüft. Wie bei der eindeutigen Handszene des HSV gestern gegen den VfB. Der Schiedsrichter pfeifft vorsichtshalber erstmal nicht, hört sich an was Köln zu sagen hat und entscheidet dann. Es geht nicht darum, das der Fluss des Spiels zerstört wird, sondern der Schiedsrichter wird gefühlt nur noch zum fremdgeleiteten Ausführungsorgan. Die Szene aber, die gestern zu einem Großteil das Spiel mitentschieden hat, musste der Schiedsrichter auf dem Platz alleine entscheiden. Er zeigte Burnic die Ampelkarte nach einem Zweikampf ohne Foulspiel. Fehler durch Unsicherheit? Es scheint gut gemeint gewesen zu sein, durch die Einführung der Videobilder für mehr Gerechtigkeit zu sorgen. Der VfB hatte schon profitiert, aber war auch schon "Opfer". Die allermeisten Szenen wurden durch die Assistenten in Köln dann auch richtig beurteilt. Man wird aber das Gefühl nicht los, dass die Schiedsrichter auf dem Platz vor der Einführung der Assistenz in vielen Szenen mit ihrer Erfahrung und ihrem Instinkt besser lagen, als dies heute der Fall ist. Wie man sieht werden Spiele nicht nur im Strafraum entschieden, sondern auch durch ein Foul, das gar keines war.

05.11.17: VfB-Training

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